Verschiedene Planungskriterien bestimmen den Verlauf der geplanten Leitung.

Wir gehen bei der Planung besonders sorgfältig vor. Das gilt auch für die geplante Erdgastransportleitung „Datteln-Herne“.

Die bei der Planfeststellungbehörde in Münster nun noch zu beantragende Trassenführung stellt die raumordnerisch günstigste Lösung dar. Planung und Bau jeder neuen Erdgastransportleitung folgen einem typischen Ablauf.


Der optimale Trassenverlauf

Bei der Planung einer neuen Erdgasleitung suchen wir nicht einfach den kürzesten Weg zwischen Anfangs- und Endpunkt. Bei der Trassenfindung gilt es, die notwendigen Eingriffe in die Landschaft sowie in die Nutzungsrechte privater Grundstückseigentümer möglichst gering zu halten. Der Planungsprozess dient dazu, den optimalen Verlauf zu ermitteln. Ein besonderes Augenmerk bei der Festlegung der Leitungstrasse liegt auf dem Schutz unserer Umwelt, den Planungen anderer Stellen, zum Beispiel der Städte und Gemeinden, sowie den Belangen von Grundstückseigentümern und -nutzern.

Einbindung aller Beteiligten

Die ermittelte Leitungstrasse ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit allen den Leitungslauf beeinflussenden Faktoren. Ingenieure, Raumplaner, Geografen und auch Experten für Landwirtschaft wirken am Zustandekommen dieses Ergebnisses mit. Thyssengas bezieht beispielsweise auch Fachfirmen für Landschafts-, Natur- und Artenschutz sowie Bodensachverständige in die Erarbeitung der Trassenführung ein. Um eine breite Akzeptanz für die Vorhaben herzustellen, bindet Thyssengas frühzeitig alle Beteiligten in Planungsüberlegungen ein. Für große Leitungsprojekte werden Konzepte zur Information der Öffentlichkeit entwickelt und realisiert.

Klar geregelter Planungsprozess

Im Zuge der Planung sind eine Vielzahl gesetzlicher Regelungen sowie die Vorgaben des technischen Regelwerks des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) zu beachten. Für größere Leitungsprojekte werden Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Der gesamte Planungs- und Genehmigungsprozess wird von Thyssengas-Fachleuten für das Planungs- und Genehmigungswesen geleitet und gesteuert.

Eingriffe minimieren

Die Planung neuer Leitungen erfolgt möglichst in Anlehnung an vorhandene Trassen, Straßen, Eisenbahnlinien, Kanäle, Hochspannungsleitungen oder Rohrleitungen. Der Fokus richtet sich darauf, ökologisch hochwertige Gebiete nach Möglichkeit zu umgehen oder diese gegebenenfalls in aufwendigen Horizontalbohrverfahren zu unterqueren. Soweit Eingriffe unumgänglich sind und etwa Bewuchs entfernt werden muss, werden diese durch Kompensationsmaßnahmen wieder ausgeglichen.

Telekommunikationsleitungen

Telekommunikationsleitungen dienen der übertragung von Informationen zur optimalen Steuerung des Leitungsnetzes. Sie werden unmittelbar parallel zu den Gasleitungen mit der eigentlichen Rohrleitung verlegt. Die Leitungen sind Bestandteil des Gastransportsystems.

Umweltschutz hat Priorität

Beim Ausbau des Thyssengas- Fernleitungsnetzes schützen wir die Umwelt genauso gewissenhaft wie unsere Gasleitungen und Anlagen. Wo Bauarbeiten bei der Erweiterung des Transportnetzes notwendig werden, wird der Planungsraum im Vorfeld auf geschützte Tier-und Pflanzenarten untersucht. Die Ergebnisse fließen in den Planungsprozess ein. Umweltverträglichkeitsstudien und landschaftspflegerische Begleitpläne werden erstellt und Schutzmaßnahmen festgelegt.

In besonderen Fällen begleitet eine ökologische und bodenkundliche Baubegleitung die Umsetzung dieser Maßnahmen auf der Baustelle. Das gewährleistet eine optimale Berücksichtigung von Umweltbelangen.

Leitungsbau